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15 wertvolle Tipps gegen Migräne: Was tun bei einer Migräne?

Du suchst neben deinem Akutmedikament gegen Migräne weitere Möglichkeiten, die Beschwerden zu lindern? Oder möchtest du einem geplagten Familienmitglied während einer Migräne-Attacke nützliche Hinweise für bestmögliche Hilfe an die Hand geben? Wir verraten dir wertvolle Tipps gegen Migräne – bei akuten Attacken, zur Vorbeugung und in Zeiten von Corona.

 

Direkt zu den Tipps:

Eine Gruppe beim Walking: Ein guter Tipp gegen Migräne ist auch in Zeiten von Corona moderater Sport.
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5 Tipps gegen Migräne: Was kannst du gegen Migräne-Attacken tun?

Klassische Anzeichen einer Migräne sind Hämmern und Pochen auf einer Kopfseite. Auch Übelkeit und Sehstörungen können hinzukommen. Migräne-Patienten leiden unter einer schweren neurologischen Erkrankung und sind häufig von einem Tag auf den anderen stark in ihrem Alltag eingeschränkt. Für Außenstehende ist das oft nur schwer nachvollziehbar. 

Diese Tipps können gegen eine akute Migräne-Attacke helfen:

  1. Medikamente: Nimm ein Akut-Medikament gegen Migräne so schnell wie möglich zu Beginn einer Attacke ein. Halte dich an die mit dem Arzt vereinbarte Dosierung und verwende keine geringere Menge in der Hoffnung, deinem Körper so weniger Medikamente zuführen zu müssen.
  2. Hausmittel: Probier aus, welche Hausmittel gegen Migräne dir Linderung verschaffen. Geeignet sind zum Beispiel Salz-Eis-Packungen, die auf Stirn und Schläfen gedrückt den Kopfschmerz lindern können. Aber auch Kamillenblütentee gilt als Tipp gegen Migräne – er kann zudem Beschwerden wie begleitende Übelkeit bessern.
  3. Schmerzmittel bei Migräne reduzieren: Vermeide die regelmäßige Einnahme von Schmerzmitteln (Analgetika) an mehr als 15 Tagen pro Monat.1 Triptane, also spezielle Migräne-Mittel, sollten nicht öfter als an zehn Tagen pro Monat verwendet werden – es besteht die Gefahr, dass sich andernfalls ein medikamenteninduzierter Kopfschmerz entwickelt.2 Darunter verstehen Fachleute einen chronischen Kopfschmerz an 15 oder mehr Tagen pro Monat.3 Ursache ist eine regelmäßige Schmerz- oder Migränemitteleinnahme (an mehr als zehn Tagen pro Monat, seit drei Monaten oder mehr).4
  4. Tagebuch: Führ ein Migränetagebuch und erfass dort unter anderem deine Kopfschmerztage und die Medikamenteneinnahme im Monatsverlauf.
  5. Notfall erkennen: Hält die Migräne-Attacke länger als 72 Stunden an und kommen weitere Beschwerden wie Erbrechen und Übelkeit hinzu, handelt es sich womöglich um einen „status migraenosus“, einen Notfall.5 Bitte in diesem Fall jemanden, dich in eine Notfallambulanz zu fahren oder wähle selbst den Notruf.

Wenn du bisher wegen Ihrer Migräne noch nicht beim Arzt warst, solltest du bald nach einer akuten Attacke fachliche Hilfe suchen. Eine genaue Diagnose ist für die Behandlung der Migräne essenziell, da unter Umständen auch eine andere Kopfschmerz-Erkrankung dahinterstecken kann.

5 Tipps gegen Migräne: Wie kannst du vorbeugen?

Wer seinen gewohnten Aktivitäten mehrmals im Monat wegen Migräne nicht nachkommen kann, verliert leicht den Mut. Du bist den unerwarteten Attacken jedoch nicht gänzlich schutzlos ausgeliefert. 

Zur Vorbeugung in beschwerdefreien Zeiten kannst du folgende Tipps zur Linderung der Migräne ausprobieren:

  1. Ursache ermitteln: Versuch, deine Migräneauslöser herauszufinden und diese wenn möglich zu meiden. Auch dabei kann es sinnvoll sein, ein Migränetagebuch zu führen. Hier notierst du, in welchen Situationen die hämmernden Schmerzen auftreten, wie lange diese anhalten und wie stark sie sind. Bewerte die Auslöser jedoch nicht über. Längst nicht jede Attacke hat einen konkreten Auslöser, den du hättest vermeiden können.
  2. Andere Betroffene suchen: Menschen mit Migräne hilft es oft, sich über ihre Erkrankung auszutauschen. In Deutschland unterstützt die Migräneliga bei der Suche nach einer Selbsthilfegruppe und ist dir auch dabei behilflich, wenn du selbst eine gründen möchtest. Nur Mut! Weltweit sind circa 15 Prozent der Menschen von Migräne betroffen – du bist nicht allein.6
  3. Medikamente: Präventive Medikamente können die Zahl der monatlichen Migräne-Attacken reduzieren. Derzeit kommen vor allem Medikamente, die ursprünglich gegen andere Krankheiten wie Herzerkrankungen verwendet wurden, zum Einsatz. Sprech mit deinem Arzt über mögliche Prophylaktika.
  4. Sport: Komm in Bewegung und werde aktiv. So kannst du einen wichtigen Beitrag zur Vorbeugung von Migräne-Attacken leisten. Unser Tipp gegen Migräne: Wähl eine moderate Sportart wie Yoga, Walking, Wassergymnastik oder Langlaufen – meide Krafttraining. Mute dir anfangs nicht zu viel zu, denn auch eine Migräne nach Sport ist möglich.
  5. Entspannung: Entspannungsverfahren wie die progressive Muskelentspannung nach Jacobson können dir helfen, eine Attacke weniger stark wahrzunehmen, oder deren Anzahl zu reduzieren. Schau dich bei deiner Krankenkasse oder einer Volkshochschule nach entsprechenden Kursen um. 

Eine wichtige Rolle beim Leben mit Migräne spielt zudem das seelische Wohlbefinden. Versuch, so oft es geht abzuschalten und die Ansprüche an dich und andere nicht allzu hochzusetzen. Je aktiver du dich mit der Migräne auseinandersetzt, desto besser gelingt der Umgang mit der Erkrankung.

Junge Frau leidet im Homeoffice während Corona unter Migräne.
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5 Tipps gegen Migräne: Wie gehst du mit der Corona-Belastung um?

Im Zuge der Corona-Pandemie ist das alltägliche Leben vieler Menschen aus dem Gleichgewicht geraten. Ob Homeoffice, Kinderbetreuung oder finanzielle Nöte – Migräne-Patienten sind aufgrund der aktuellen Lage zusätzlichen Stressfaktoren ausgesetzt.

Beherzige die folgenden Tipps gegen Migräne im Corona-Lockdown:

  1. Arzt und Medikamente: Ruf deinen Hausarzt am besten im Voraus an und bestell die benötigten Rezepte vor. So verringerst du den Patientenverkehr beim Arzt, entlastest das Praxisteam und ersparst dir selbst unnötigen Stress. Das Gleiche gilt für den Gang zur Apotheke: Ruf auch dort vorher an. Frag nach, ob dein Medikament vorrätig ist, und lass es für dich zurücklegen.
  2. Stressverringerung: Etablierte Routinen zum Stressabbau sind aufgrund von Corona oft nicht mehr möglich, etwa wegen geschlossener Sportanlagen oder Kontaktbeschränkungen. Konzentriere dich für ausreichende Bewegung auf Sportarten, die im Freien möglich sind, wie Joggen oder Fahrradfahren. Deine sozialen Kontakte kannst du womöglich mit Telefon- oder Videoanrufen pflegen – oder schreib mal wieder einen Brief an deine Lieben.
  3. Alltagsstruktur: Versuch, gewohnte Strukturen deines Alltags beizubehalten. Steh auch im Homeoffice zur gewohnten Uhrzeit auf, mach dich morgens wie üblich fertig für den Tag, frühstücke und halte dich an deine geregelten Arbeitszeiten. Helfen kann es auch, die Woche im Voraus zu planen, um Migräne und Familie unter einen Hut zu bekommen. Klär, wer wann für Haushalt, Einkäufe oder Kinderbetreuung zuständig ist und plan ausreichend Zeit für Entspannung ein.
  4. Akute Selbsthilfe: In Corona-Zeiten verbringen Migräne-Patienten den Großteil des Tages zu Hause. Sorg dort für Vorkehrungen zur Selbsthilfe bei einer akuten Migräne-Attacke, wie etwa einen dunklen, ruhigen Raum, in den du dich bei Bedarf zurückziehen kannst. Bei Lichtempfindlichkeit können auch Verdunklungsmöglichkeiten und indirekte Beleuchtung helfen. Probier außerdem rechtzeitig aus, welche Hausmittel und Entspannungsverfahren (zum Beispiel autogenes Training) dir Linderung verschaffen.
  5. Homeoffice-Organisation: Die Corona-Doppelbelastung aus Arbeiten von zu Hause aus und Homeschooling ist für Migräne-Patienten ein neuer möglicher Stressfaktor. Aber auch ohne Kinder leidet im Homeoffice oft die Konzentration. Versuch, Arbeitsplatz und -abläufe so normal wie möglich zu gestalten. Sorg für eine bequeme Sitzmöglichkeit, arbeite nicht im Bett und mach regelmäßig Pausen. Setz dir feste Zeiten für den Feierabend und schalte Laptop sowie Handy danach aus.

Kommunikation ist im Homeoffice besonders wichtig: Tausch dich weiterhin im Arbeitsalltag mit deinen Kollegen aus und nehm dir auch mal Zeit für den sonst üblichen Plausch an der Kaffeemaschine. Das funktioniert am besten über Chatprogramme oder Videoanrufe.

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Welche Möglichkeiten der Migräneprophylaxe gibt es und was sind die Ziele einer vorbeugenden Therapie?

Quellen

1Diener, Hans-Christoph u.a.: „Therapie der Migräneattacke und Prophylaxe der Migräne:“ S1-Leitlinie (2018). In: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Hrsg.), Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Abgerufen unter: https://dgn.org/leitlinien/ll-030-057-2018-therapie-der-migraeneattacke-und-prophylaxe-der-migraene/ (Stand: 17.01.2022).
2Ebd.
3Ebd.
4Ebd.
5Ebd.
6Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft: Migräne. Abgerufen unter: https://www.dmkg.de/files/dmkg.de/patienten/Download/migraeneinfo.pdf (Stand: 17.01.2022).