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Migräne-Behandlung: Möglichkeiten, um den Schmerz zu lindern

Es gibt Wege, eine Migräne zu behandeln, die im Akutfall sowie vorbeugend helfen können – medikamentös oder natürlich. Beruhigend zu wissen, schließlich ist Migräne eine chronische Kopfschmerzerkrankung, die sich nicht heilen lässt und nur selten mit dem Alter verschwindet. Eine gezielte Behandlung sowie vorbeugende Therapien können den Leidensdruck abmildern. Hier bekommst du einen Überblick zu Migräne-Behandlungen.

Was möchten du wissen?

Migräne-Behandlung: Eine junge Frau fühlt sich bei ihrer Ärztin gut aufgehoben und betreut.
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Migränetherapie: Auf welchen Pfeilern sie fußt

Eines vorweg: Migränepatienten werden nicht mit ihren Beschwerden alleine gelassen. Ziel der Behandlung ist immer, zusammen mit dem Arzt ein Therapieschema zu erarbeiten, das individuell auf den Einzelfall zugeschnitten ist. Migräne-Behandlung bedeutet weitaus mehr als das Verschreiben von Schmerzmitteln oder speziellen Migränemitteln. Um also herauszufinden, was gegen Migräne helfen kann, muss mit dem Patienten genau besprochen werden, wie die gemeinsame Therapieplanung aussieht, denn: Eine erfolgreiche und ganzheitliche Behandlung der Migräne, die sowohl medikamentöse als auch nicht medikamentöse Möglichkeiten in Betracht zieht, beginnt mit einer für den Patienten verständlichen und ausführlichen Aufklärung.

Die Therapieplanung besteht aus folgenden Punkten:

  • Beratung (wurde die Diagnose Migräne zweifelsfrei gestellt, erklärt der Arzt beispielsweise die Ursachen der Erkrankung)
  • Verhaltensmaßnahmen (zum Beispiel persönliche Migräneauslöser erkennen und meiden)
  • Selbstbeobachtung und Verlaufskontrolle
  • Therapie und Vorbeugung der Attacken (sowohl im Akutfall als auch in der Prophylaxe gibt es medikamentöse und nicht-medikamentöse Ansätze)
  • Bewertung der Therapie

Um zu sehen, ob die aktuelle Migräne-Behandlung etwas bringt, ist gerade das Führen eines Migränetagebuchs sehr sinnvoll. Darin werden alle Migräneattacken mit Datum, Dauer und Schmerzintensität sowie die eingenommenen Medikamente notiert.

Migräne vorbeugen, aber wie?

Zu einer ganzheitlichen Behandlung zählt nicht nur die richtige Therapie der Migräne, sondern auch die migränespezifische Prophylaxe. Informier dich hier über die verschiedenen Möglichkeiten.

Migräne-Behandlung: Medikamente, Prophylaxe und alternative Möglichkeiten

Niemand muss mit seinen Migräne-Beschwerden allein klarkommen – es stehen verschiedene Optionen zur Linderung zur Verfügung. Um den Behandlungserfolg zu fördern, ist Therapietreue besonders wichtig. Damit ist gemeint, sich an die Therapiemaßnahmen zu halten, die mit dem Arzt besprochen wurden sowie dessen Tipps gegen Migräne zu beherzigen.

Der Arzt muss für die passgenaue Behandlung den persönlichen Migränetyp berücksichtigen – es werden 22 Typen unterschieden. Beispielsweise sollten bei einer Migräne mit Aura Triptane erst nach Abklingen der visuellen Symptome eingenommen werden.3 Bei einer Migräne ohne Aura ist es hingegen besser, das Mittel gleich zu Beginn der Attacke einzusetzen.1

Migräne-Akutbehandlung mit Medikamenten

Für die akute Therapie bei einer Attacke werden Migränemedikamente mit verschiedenen Wirkstoffen empfohlen. Generell gilt: Halte dich an die empfohlene Dosis. Oftmals scheitert die Migräne-Behandlung daran, dass die Medikamente unterdosiert werden.2 Im Umkehrschluss ist aber auch dringend davon abzuraten, zu viele Medikamente einzunehmen (nach dem Motto „Viel hilft viel“), da man durch einen Übergebrauch an Schmerzmitteln riskiert, einen Dauerkopfschmerz zu entwickeln. Danach kannst du dich richten:
 

  • leichte bis mittlere Schmerzen: Hier eignen sich Migräneschmerzmittel aus der Gruppe der NSAR (nicht-steroidale Antirheumatika). Sie blockieren die Schmerzwahrnehmung und können so Beschwerden lindern.
  • mittlere bis starke Schmerzen: Triptane sind spezielle Migränemedikamente, die ihre Wirkung auf mehreren Wegen entfalten. Sie sollten maximal an zehn Tagen im Monat eingenommen werden.
  • Übelkeit und Brechreiz: Antiemetika lindern die bekannten Begleitsymptome bei Migräne. Vor allem wenn Erbrechen im Vordergrund steht, wird dazu geraten, die Mittel frühzeitig und rektal als Zäpfchen oder als Injektion unter die Haut zu verwenden.

Wichtig: Schmerzmittel und Triptane können bei häufigem Gebrauch Kopfschmerzen auslösen.4 Damit dieser Teufelskreis gar nicht erst entsteht, achte auf eine wohldosierte und nicht zu häufige Einnahme. Bei chronischen Migräneformen lohnt es sich, den Arzt auf Prophylaxemaßnahmen anzusprechen.

Migräne natürlich behandeln

Es gibt viele Gründe, warum manche Patienten bei Migräne keine Medikamente einnehmen möchten: Eine geplante Schwangerschaft oder die Sorge vor möglichen Nebenwirkungen sind nur einige. Möglichkeiten für eine alternative Migräne-Behandlung gibt es in großer Zahl, zum Beispiel:

  • Kaffee mit Zitrone
  • ansteigende Fußbäder oder kühle Güsse über Arme und Beine
  • Salz-Eis-Packungen für die Stirn

In unserem extra Artikel findest du die Hausmittel gegen Migräne ausführlich erklärt.

Auch die Homöopathie hält viele Mittel parat, eine Migräne natürlich zu behandeln. Die Wirksamkeit ist wissenschaftlich nicht belegt, dennoch haben viele Betroffene gute Erfahrungen damit gemacht.

Mit Migräneprophylaxe Attacken vorbeugen

Wer Migräne natürlich behandeln und ihr vorbeugen möchte, kann aus verschiedenen Maßnahmen wählen. Besonders beliebt sind:

Zusätzlich stehen verschiedene Medikamente zur Auswahl, die vorbeugend gegen Migräne eingenommen werden können. Die meisten davon werden eigentlich bei anderen Erkrankungen eingesetzt, ihre Wirkung gegen Migräne wurde zufällig entdeckt. Dazu gehören beispielsweise Antidepressiva oder Betablocker. Die Mittel müssen über einen längeren Zeitraum zur Anwendung kommen, Nebenwirkungen sind möglich.

Eine neuartige und gezielte Migräneprophylaxe ist eine Antikörpertherapie: Dazu injiziert der Arzt oder der Patient sich selbst einmal monatlich den Wirkstoff unter die Haut. Dieser greift in den Prozess der Schmerzentstehung ein. Ob die Vorbeugung anschlägt, kann nach einigen Monaten beurteilt werden.

Tipps & Tricks für eine erfolgreiche Migräne-Behandlung

Es ist mehr als verständlich, dass einen manchmal der Mut zu verlassen scheint, wenn bei der medikamentösen Behandlung Nebenwirkungen eintreten, der Behandlungserfolg sich nicht so recht einstellen will oder du trotz aller Bemühungen immer wieder private Treffen oder geschäftliche Termine absagen musst, weil du mit Migräne im Bett liegst. Auch wenn sich die episodische und chronische Migräne nicht heilen lassen: Bleib am Ball. Die Behandlung der Migräne erfordert Durchhaltevermögen und kontinuierliche Arbeit, sowohl vonseiten des Arztes als auch vonseiten des Patienten.

Eine große Hilfe bei der Migräne-Behandlung kann es sein,

  • gut sichtbare Merkzettel zu platzieren oder
  • sich eine Erinnerung im Handy einzuspeichern.

So wirst du beispielsweise regelmäßig an durchzuführende Übungen zur Muskelentspannung erinnert. Was du auch noch tun kannst, um deine Migräne-Behandlung zu unterstützen: die Einnahme von Medikamenten oder bestimmte Anwendungen mit Alltagsritualen verknüpfen. Entspanne dich zum Beispiel immer nach dem Zähneputzen mit Biofeedback, einer Methode, die am besten hilft, wenn man sie regelmäßig praktiziert. Mit dieser Technik lernst du, die eigenen Körpersignale so zu verändern, dass Schmerzen gelindert werden können.

Multimodale Therapie: Ganzheitlicher Ansatz bei der Behandlung von Migräne

Am besten findest du heraus, welche Migräne-Behandlung dir hilft, indem du gemeinsam mit deinem Arzt verschiedene Therapiemethoden kombinierst und eng aufeinander abstimmst – wie bei der multimodalen Therapie. Es gibt auch Studien zur Effektivität: Die Kopfschmerzhäufigkeit von Patienten, deren Erkrankung bereits chronisch verläuft, kann sich so sogar um mehr als die Hälfte verringern.5 Bei der multimodalen Therapie arbeiten Fachkräfte aus verschiedenen Bereichen zusammen, zum Beispiel Ärzte, Psychotherapeuten und Physiotherapeuten, um den Patienten bestmöglich und auf seine individuellen Bedürfnisse abgestimmt zu behandeln.

Migräne-Behandlung im Rahmen einer klinischen Studie

Neben den bereits zugelassenen Wirkstoffen werden ständig neue Medikamente entwickelt. Auch die Forschung an bereits im Markt erhältlichen Medikamenten wird häufig fortgeführt, um diese weiterzuentwickeln. Eine Studienteilnahme kann daher eine Möglichkeit der Migräne-Behandlung sein.

Informationen zu aktuellen Migräne-Studien von Novartis findest du hier.

Allgemeine Informationen zur klinischen Forschung und Medikamenten-Entwicklung von Novartis erhältst du hier.

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Wir haben umfangreiche Broschüren zu relevanten Migräne-Themen für dich zusammengestellt.

Medikamente gegen Migräne werden im Akutfall eingesetzt
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Medikamente bei Migräne
 

Die Wahl der Medikamente hängt unter anderem davon ab, wie schwer die Migräneattacken sind.

Arztgespräch über Migräne-Prohylaxe mit Antikörpern, bspw. mit einer CGRP Migräne-Spritze.
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Migräne-Spritze
 

Mit Antikörpern Migräne vorbeugen? Erfahr, wie das geht und für wen sie geeignet sind.

Quellen

1Göbel, Hartmut: Migräne: Diagnostik, Therapie, Prävention. Berlin Heidelberg: Springer-Verlag 2012. S. 208.
2ebd. S. 252.
3Deutscher Apotheker Verlag Dr. Roland Schmiedel GmbH & Co. KG: Medikamentenübergebrauch: Triptane an weniger als 10 Tagen pro Monat einnehmen! Abgerufen unter: https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2003/daz-44-2003/uid-10871 (Stand: 11.01.2022).
4Diener, H.-C. u. a.: Kopfschmerz bei Übergebrauch von Schmerz- und Migränemitteln (Medication Overuse Headache = MOH), S1-Leitlinie, 2018, in: Deutsche Gesellschaft für Neurologie (Hg.), Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie. Abgerufen unter: https://dgn.org/leitlinien/ll-030-131-kopfschmerz-bei-uebergebrauch-von-schmerz-oder-migraenemitteln-2018/ (Stand: 11.01.2022). S. 6.
5Fritsche, G. /Gaul, C.: „Migräne.“ In: Gaul, C./Diener, H.-C. (Hg.): Kopfschmerzen. Stuttgart: Georg Thieme Verlag 2016. S. 252.